Der Palm selbst ist auf Modem-Betrieb von Haus aus eingerichtet, zunächst nur für einen Remote HotSync via RAS. Ab dem PalmPilot professional ist auch ein TCP/IP-Stack eingebaut. Seither ist DFÜ die wichtigste Zusatzanwendung des Palm geworden. Danach richtet sich auch das gängigste Hardware-Zubehör:

Es gibt von 3COM ein Modemkabel, das statt der aufwendigen Adaptersammlung direkt den Anschluß eines Modems an den Palm erlaubt. Ein deutscher Hersteller entwickelt zur Zeit einen Stecker ohne zusätzliches Kabel für diesen Zweck - den PalmPlug.

In USA, Kanada und Großbritannien wird das SnapOn angeboten. Das ist ein Modem von 3COM, das sich direkt an den Palm anstecken und mit zwei Riegel am Palm-Gehäuse festmachen (snappen) läßt. Es ist der Gehäuseform des Palm angepaßt, paßt aber genauso an den Palm III/IIIx, nicht jedoch an den Palm V. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist auf 14.400 kBps begrenzt, aber Fax Gr. 2 wird unterstützt. Dei Stromversorgung wird über 2 AAA-Batterien oder über ein nur in Amerika erhältliches Netzteil realisiert. Der Betrieb in Deutschland ist nicht erlaubt, technische Hinderungsgründe sind mir aber nicht bekannt, denn Erfahrungsberichten zufolge funktioniert es gut..

In Deutschland seit kurzem erhältlich ist das PalmLinkModem. Es ist ein echtes, sehr kleines V.90-Modem von einem anderen Hersteller, das per mitgeliefertem Kabel an die Palm 1000 bis IIIx angeschlossen werden kann und per Batterien oder Netzteil versorgt wird.

Aber so richtig mobil wird man erst mit einer GSM-Lösung. Dabei kann man verschiede Wege gehen:

  1. ein Telefon mit integriertem Modem und RS232-Schnittstelle.
    Dann braucht man nur das Modem-Kabel oder in Zukunft den PalmPlug.
  2. ein Telefon mit integriertem Modem und IRDA-Schnittstelle.
    Dann braucht man nur einen IR-fähigen Palm und ggf. eine unterstützende Software wie etwa von Ericsson für das SH888 geliefert. Aber Achtung: Nicht alle Telefone mit IR sind dazu fähig. Bekannte Unfähige sind Nokia 6110/6130/6150 und Siemens SL10D. Und IR-Faxen ist auch nicht immer möglich.
    Fähig sind auf jedenfall: Nokia 7710, Siemens S25 (kein Fax), Motorola TimePort, Bosch 908
  3. Ein Telefon von Ericsson, das mit dem IR-Adapter DI27 zusammen arbeiten kann - das ist ebenso gut wie ein IR-Modem-Telefon.
  4. ein Telefon, das auf der Kompatibilitätsliste des GSM-SnapOns von Option steht.
    Dann kann man wie mit einem Modem DFÜ betreiben. Bei Gerätewechsel kann man Kabelsätze und Treiber auch nachkaufen.
  5. Smartcode (seit 18.3.2000 in Palm Inc. aufgegangen!) bietet in Zusammenarbeit mit TDK auch ein Kabel mit Softmodem, GlobalPulse genannt. Zunächst werden nur Ericsson- und Nokia-Geräte unterstützt. ein Kommentar dazu findet sich bei meiner GlobalPulse-Seite.
  6. Es gibt Willenserklärungen einiger Hersteller, den Palm in ein Telefon einzubauen. In USA schon am Markt ist das pqQ-Phone von Qualcomm, das jedoch für GSM technisch nicht ausgelegt ist und lt. Hersteller auch nicht ausgelegt werden wird.
  7. Man hat ein Motorola-Gerät. Damit hat man vorerst schlechte Karten. Ende das Jahres wird eventuell GlobalPulse für Motorolas Telefone bereitstehen.
  8. Als E-Mail-Client genügte in Verbindung mit dem eingebauten Mail-Programm TopGunPostman oder der Nachfolger Proximail. Leider existiert der Anbieter nicht mehr. Möglicherweise sind aber die Programme noch im WWW zu finden.

Zum DFÜ-Betrieb gibt es eine Reihe von ständigen Frage. Auf meiner Tips&Tricks-Seite finden sich brauchbare Links zu schlauen Leuten. Die Softwaresituation ist auch bei meinen SW-Empfehlungen knapp dargestellt.

Zudem hat Palm Inc. diese Möglichkeit jetzt selbst erkannt und bietet auf http://www.palm.com/europe/uk/GSM_flyer_IE_rev8.pdf knappe, englischsprachige Infos an.

GPRS mit dem Motorola Timeport 260:

GPRS ist eine always-on-Netzwerkverbindung. Man muss also beim Palm nicht 'IRComm an Modem', sondern 'IRComm an PC' als Verbindungsart wählen.

Anschliessend unter Einstellungen/Netzwerk auf Details gehen und dort einstellen:

GPRS mit dem Siemens S55