Der Palm wird von 3COM mit dem Begriff "Connected Organizer" beworben. Schon in der ersten Ausführung Palm Pilot 1000/5000 wurde das Gerät mit der typischen 10-poligen seriellen Schnittstelle ausgeliefert. Diese kann über das mitgelieferte Cradle (die Docking Station) durch einfaches Einsetzen das Palm an die RS232 eines PCs oder an den Mac angeschlossen werden. Schließlich war der ursprüngliche, von 3COM aufgekaufte Hersteller US-Robotics ein anerkannter Profi im Modemgeschäft. Ein Cradle wird grundsätzlich mitgeliefert, für die Synchronisation mit weiteren PC sind ein zusätzliches Cradle oder eine reine Kabellösung erhältlich. Die IR-fähigen Palms können auch über die Standard-IRDA-Schnittstelle von PCs und Notebooks synchronisieren. Hierzu muß die IBM- oder Ericsson-IR-Software (Freeware) im Palm installiert werden und die AMX.PRC gelöscht werden. 3COM bestritt übrigens lange die IR-HotSync-Möglichkeit. Ab OS3.3 ist sie jedoch Standard. Eine Nachrüstung kann unterbleiben. Handelsübliche IR-Mobiltelefone (ausser Nokia 61xx) können direkt als GSM-Modem mit dem Palm genutzt werden.
Die Verdrahtung des Cradle entspricht einem Nullmodem-Kabel - und genauso wie eine Modem-Verbindung funktioniert auch der HotSync, mit bis zu 115kBps. Um ein Modem am Palm betreiben zu können, braucht man im Grund nichts weiter als einen preiswerten Nullmodemadapter zur Umkehrung der Cradle-Verdrahtung, einen Genderchanger (male/male) zum Stecker-Wechsel und irgendein Modem mit seriellen Kabel, ggf. mit 9/24-Adapter.
Es gibt mittlerweile auch ein USB-Connection-Kit.
Einen gänzlich anderen Nutzen bietet die Verbindung des Palm mit handelsüblichen GPS-Empfängern. Es funktioniert z.B. mit der Software DigiMap. Man kann Kartenmaterial und Routen aus den CD PowerRoute (V. 1 bis 3) übernehmen und durch Auslesen des GPS-Signales eine ständige Ortsbestimmung und ein Tracking vornehmen. Die Richtung und Entfernung zur Zielerreichung wird ebenfalls angezeigt. Alle NMEA-fähigen GPS-Empfänger mit serieller Anschlußmöglichkeit sind geeignet. Tips und Links gibt es bei DigiMap und GPSPilot . Software für andere Regionen der Welt oder andere Zwecke findet sich bei PalmGear.
Speicheraufrüstungen gibt es nicht nur von 3COM, sondern auch auf 8MB von TRG. Sie haben sich als unproblematisch und zuverlässig erwiesen. Bei allen Geräten bis einschl. Palm III wird die vorhandene Speicherplatine ausgetauscht. Eine Besonderheit beim IIIx ist, daß durch die TRG-Aufrüstung der vorhandene Speicher nur abgeschaltet wird, also mehr als 8MB nicht möglich sind. Die Aufrüstung des Palm V ist theoretisch möglich, wird aber durch das vollkommen verklebte Gehäuse erschwert. Es gibt mittlerweile Aufrüster, die auch 8MB-Palm V anbieten.Es empfiehlt sich, hier die aktuellsten Erfahrungen in den Newsgroups und Userforen abzufragen.
Externe Speichermöglichkeiten werden auch angeboten, Palm selbst wird die 2001er Modell mit Memory-Karten-Slots liefern.
Peripherie für den Palm V/Vx ist in Europa mit Ausnahme des GlobalPulse von TDK/Smartcode für die Datenübertragung per GSM noch nicht erhältlich. Ein Modem mit GSM-Option ist bei 3COM im Angebot. Der Europäische Palm V/Vx/IIIc wird mit einigen Bestandteilen des Travelkits ausgeliefert und ist damit weltweit aufladbar. Die US-Variante läßt sich nur mit 110V betreiben.
Zumindest die Palms, die ohne Deckel ausgeliefert werden, sollten mit einem Hardcover oder einer Tasche geschützt werden. Die Taschen schützen insbesondere vor Schäden, die Folge der Einwirkung der Schwerkraft sind.
Display-Reparaturen werden von 3COM zum Preis von $100 in Form des Gerätetausches nach telefonischer Vereinbarung ausgeführt. Man bekommt also ein gebrauchtes Gerät in Standard-Ausführung. Aufgerüsteter Speicher muß wieder ausgebaut sein. Die Daten sind immer futsch!
Grundsätzlich gilt: Vor jeder Hard- oder Software-Installation einen Hotsync durchführen ! Es tut nicht weh und geht schnell.